GYMNASIUM WEINGARTEN

Selbstgemacht

11. Juli 2018  bis 16. September 2018

   

„Wer bin ich?“ – Eine Frage, die jeden beschäftigt und keiner ganz beantworten kann.  Die Ausstellung von und mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Weingarten zeigt Antworten in Bildern. Mit unterschiedlichen Techniken und vielfältigen Ausdrucksformen setzen sie sich mit der Selbstdarstellung jenseits von Selfie und Social Media auseinander. In Zeichnung, Malerei, Fotografie und Performance mit Kleiderobjekten erproben sie greifbares und erlebbares „Selber-Machen“ – und begeben sich dabei auf die Suche nach sich selbst. 

 

Kommende Ausstellung ab 20. September bis 11. November:

KORNELIA WIGH (Malerei/Zeichnung) 


Ralf Bernhard Braun

 Comics Muster Smilies

17. Mai 2018  bis 8. Juli 2018

Ausstellung: Ralf Bernhard Braun – Vernisage am Do. 17.05. 18.30 Uhr (mehr)

„Meine Arbeiten finden meistens am Computer statt – wie sollte man sich in der heutigen Welt sonst noch ausdrücken?“

Was auf den ersten Blick durch überbordende Farbigkeit und das Verschmelzen von Vorder- und Hintergrund blendet, entpuppt sich auf den zweiten Blick oftmals als humoresk-morbid oder neckisch-makaber. Eine ganze Ikonographie der durch die Video- und PC-Spiele der 80er und 90er Jahre geprägten Jugend eröffnet sich uns in R. B. Brauns Arbeiten. Die Einflüsse von Trickfilm und Anime, von amerikanischen Comics mit ihren Superhelden und japanischen Mangas und der seit den 60er Jahren explodierenden Pop-Kultur sind unverkennbar. Vor allem aber auch die unverkennbare Ästhetik früher Videospiele, wie die 2D Adventure Spiele à la Super Mario entpuppen sich als prägend für seine Arbeiten.
Der Künstler fokussiert sich bei seinen Charakteren ausschließlich auf den Kopf, d.h. ihm stehen nur wenige Attribute zur Verfügung, das Wesen seiner Figur zu definieren, im Grunde geschieht dies bei ihm nur über die Mimik, vor allem über die kreisrunden, übergroßen Augen, die zu seinem charakteristischen Merkmal geworden sind.

Text von Dr. Katrin Burtschell

Ralf Berhard Braun, geboren in Brasilien, Kunst-Studium in Nürtingen, unterrichtet als Dozent an der VHS, am Gymnsium und an der freien Kunstakademie Nürtingen. Der freischaffende Künstler lebt und arbeitet in Nürtingen.

 


Eckart F.G. Schadt – Welten Köpfe Striche

Auszug aus drei Serien – Welten Köpfe Striche

01. März 2018  bis 13. Mai 2018

Für das halbbretonische Sandwichkind ist das transmediale Experiment ein treibender Faktor seines Schaffens. Vom Kunstunterricht bei Karl J. Schäfer über ein Studium in Virtual Reality Design in England, weiter zum autodidaktischen Erlernen von Instrumenten für die Band „embrasserie“ verbrachte der Bildhauer zwei Jahre in Barcelona, um dann für einige Jahre in Berlin zu arbeiten. Mittlerweile lebt Eckart Schadt in Wien. Seine unterschiedlichen und freien Arbeiten sind meist über Jahre entstehende und sich gegenseitig beeinflussende Serien. Drei davon sind ab 1. März im Kulturzentrum Linse zu sehen:

Welten

Objekte aus Globen, die als organische Konglomerate die Wahrnehmung der Einzigartigkeit unseres Planeten verändert. Eine Erde reicht nicht? bitteschön.

Entstehungszeitraum: 2015-2017

Köpfe / Heads

Erste Gesamtpräsentation der 222 Köpfe umfassenden Serie. Eckart Schadt beschreibt sie selbst als beunruhigend, archaisch, getrieben, dümmlich. Kein Kopf gleicht dem anderen, dennoch wohnt ihnen etwas inne, das sie vereint.

Entstehungszeitraum: 2007-2017

Striche

“Beim Ansetzen halte ich die Luft an. Fragmentartig entsteht der Körper durch das Abtasten der Körperteile mit dem Stift. ich versuche die Räumlichkeit des Körpers zu entdecken, streife an ihm entlang. Ich hinterlasse eine Spur, um mir zu zeigen, wo ich noch nicht gewesen bin, wo ich noch Raum schaffen muss (indem ich raum nehme). Eine Gleichgewichtsübung.

Charakteristisch für die Tuschezeichnungen ist die ununterbrochene Strichführung. Räumlichkeit entsteht allein durch die Krümmung und Verdichtung der fortlaufenden Linie. Die gezeichnete Person wird zur texturierten Hülle, geschaffen aus einer spontanen, scheinbar wirren Bewegung. Ich setze ab, und kann wieder atmen.”

Entstehungszeitraum: 2017