Mademoiselle Mirabelle

Sa 21.05. 20:00 Uhr
La Show „Guillotine D’Amour“

Mademoiselle Mirabelle, die frech, fröhlich, faszinierende Französin präsentiert in ihrem zweiten Programm mit naivem Blick und dem Charme einer Mousse au Chocolat eine Welt, die sie am liebsten aus den Angeln heben würde, wenn sie nicht so schwer wäre.
Hysterie ist nicht das Ding von Mademoiselle Mirabelle, denn gelassen und nonchalant kann man genauso gut in jedes Fettnäpfchen treten und in die Bredrouille schlittern. Am besten mit einem guten Glas Wein. Trunkenheit auf dem Karussell des Lebens kann eine große Erleichterung sein, denn wer doppelt sieht, hat mehr vom Leben!
Guillotine D’Amour ist ein Musique-Comédie Programm mit plüschigem Humor und daunigen Launen. Eine leichtfüßige, höchst amüsante und vielseitige Show, die weder die Tiefen des Tiefganges noch die der Politik sucht, und dennoch für großartige und kurzweilige Unterhaltung sorgt. Oder vielleicht grade deswegen!
Mademoiselle Mirabelle, süßer als die Polizei erlaubt und gefährlicher als ein Lkw voller Crème brûlée! So lebenslustig, so französisch, dass man es eigentlich verbieten müsste.
Guillotine D’Amour – der Spaß ist angerichtet.

Eintritt: VVK 18 € | erm. 14€ | AK 20 € | erm. 16 €

Ausstellung “Electric Garden” von Ferdinand Urs Konstantin Klopfer

Dauer: 8. Mai — 25. Juni 2022

Vernissage und Eröffnung der Ausstellung am 8. Mai — 16:00 Uhr im Kulturzentrum Linse

Die Serie von Acryl-Malereien und Zeichnungen entstand im Zeitraum 2020 — 2022 und damit in der Zeit der Pandemie und ständigen Lockdowns, in der die Imagination der Wunderlandschaften zu einer Methode wurden, der Enge und Isolation der Wohnung/des Zimmers zu entfliehen und als ‚Fenster‘ in andere Welten zu fungieren. Das zentrale Thema des Gartens – als Sehnsuchtsort und verbindende Typologie zwischen Innen und Außen / Natur und Kultur – entwickelte sich parallel zu meinen Projekten im Architekturstudium, in denen ich verschiedene Strategien und Entwürfe für Gärten im weiteren Sinne entwickelte („Hortus Conclusus – Circular Garden“, „Pteridomania – The Fern Garden“, „The Good Life: Electric Garden“ und mich intensiv mit Ökologie und dem Verhältnis von Stadt, Mensch und Umwelt befasste. Der Titel Electric Garden bezieht sich auf das gleichnamige Studioprojekt (Video) und steht für die Überlagerung natürlicher Wildnis, Technologie, Architektur und Geschichten, und kann als ein Art konzeptuelles Spiegelbild des Anthropozäns gelesen werden. Die Bilder beziehen sie sich auf einige wiederkehrende Motive die den Garten räumlich aber auch im Sinne eines mentalen Raums/Zustands abgrenzen. Zumeist zeigen die Szenen seltsame Landschaften, die von gebauten Strukturen und organischem Wildwuchs gleichermaßen besiedelt sind – einst prächtige Gebäude wurden zu Ruinen; die Wildnis zum Garten – und die gedachte Grenze zwischen Kultur und Natur löst sich auf.

Zunächst erinnern die Orte durch ihre bunte Farbenpracht an paradiesische Gärten, doch auf den zweiten Blick erkennt man gewisse Unstimmigkeiten, die mitunter ein leichtes Unbehagen heraufbeschwören: Das grelle, toxische Leuchten des Himmels, Spuren von Müll/Artefakten und Chemikalien im Unterwuchs, Rohre und Stauwerke, gerodete Wälder und Baumstümpfe, und die undurchsichtigen Intentionen der Charaktere. Hinweise dafür, dass wir einem vermeidlich paradiesischen (Ur-)zustand unwiederkehrbar entflohen sind und, dass es keine unberührte und unbeschadete Natur mehr zu geben scheint. Die Szenen erscheinen friedlich aber auch fragil und außer Balance geraten wobei der Blick von einer zumeist tiefen Position auf das Geschehen die Illusion hervorruft langsam in der Landschaft zu versinken, während die Ferne in Form von Bergketten und der Andeutung von Städten am Horizont verheißungsvoll erstrahlt, was die Frage aufwirft ob man sich inner- oder außerhalb einer vertrauten Welt befindet, ob man der Stadt entflohen ist oder ob sie das Ziel einer Reise ist. Die Electric Gardens fragen nach der schicksalhaften Beziehung von Mensch und Umwelt in der Peripherie der Stadt und prognostizieren gleichzeitig eine urtümliche und archaische Zukunft in der zurückgekehrten Wildnis.
Ergänzt werden die Acrylmalereien durch Zeichnungen und Skizzen verschiedener Serien, darunter Tanz-Zeichnugen, die im Rahmens eines Seminars entstanden bei dem die experimentelle Tanzperformance Negotiations begleitet wurde. Sie beschäftigen sich mit der Morphologie des Körpers und des Raums und der Frage, inwieweit sich Bewegung und Zeit in einer Skizze einfangen lassen.

 

Liebe Mitglieder,
vor den Osterfeiertagen möchten wir uns mit aktuellen Infos aus der Linse bei Euch melden. Die weltpolitische Situation beschäftigt und bewegt uns sehr. Aus aktuellem Anlass hat das Filmforum den Film “Donbass” in das Programm aufgenommen, ein Antikriegsfilm aus dem Jahr 2018 – eine fiktive Erzählung, die heute “prophetisch” wirkt.
Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Veranstaltungen mit anschließendem Diskussionsforum und der Möglichkeit zum Austausch auf großes Interesse gestoßen sind. In diesen unruhigen und schwierigen Zeiten fühlen wir uns als soziokulturelles Zentrum mehr denn je verpflichtet, Menschen zusammenzubringen. Im letzten Newsletter hatten wir berichtet, dass Bastian Prieß aus privaten Gründen die Region Oberschwaben wieder verlassen und somit aus der Geschäftsführung ausscheiden wird. Ende Februar haben wir Bastian im Rahmen einer kleinen Feier verabschiedet. Auf die Ausschreibung hin sind mehrere Bewerbungen eingegangen. Leider hat uns diese Woche
die Absage, der von uns favorisierten und nach unseren Vorgaben auch geeigneten Bewerberin, erreicht. Wir hatten mehrere Gespräche geführt, die dann doch nicht zu einem erfolgreichen Abschluss geführt haben. Wir bedauern dies und werden die Geschäftsführungsstelle nun erneut ausschreiben. Die Vakanz dieser Stelle verlangt dem Team sehr viel an zusätzlicher Arbeit ab. Von Vorstandsseite aus haben wir dem Team unsere ganze Unterstützung zugesichert und werden deshalb in der Interimszeit wieder operative Aufgaben übernehmen. Für das große Engagement der LINSE – Mitarbeitenden in Büro, Kino und Gastro und die gute Zusammenarbeit möchten wir uns ganz herzlich bedanken!
Seit dieser Woche ist der Biergarten der Linse geöffnet. Angesichts frühlingshafter Temperaturen hoffen wir auf zahlreiche Gäste. Was den Besuch der Filmvorstellungen betrifft, würden wir uns insgesamt eine bessere Nachfrage wünschen. Erfreulich gut besucht waren während der Frauenfilmwochen die Filmvorführungen “Die Unbeugsamen”, “Female Pleasure” und “Was tun”. Es waren alles Vorführungen mit anschließender Gesprächsrunde, Podiumsdiskussion oder anschließendem Austausch mit Regisseur. Diese CinePhilo-Formate sind wie oben erwähnt wichtige Angebote, die wir auch in Zukunft beibehalten werden, bieten sie doch die Möglichkeit, anspruchsvolle Themen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren. Ein weiteres gutes Beispiel hierfür war der Filmabend über den Altdorfer Wald “Dem Himmel ein Stück näher” mit Regisseur Alexander Knor.
An dieser Stelle noch ein kurzer Ausblick auf das Programm der kommenden Wochen: es erwarten Euch u.a. interessante Filme, zwei besondere Jazztime-Konzerte, mehrere Theateraufführungen mit dem Inklusionstheater und dem Linsentheater, eine Vernissage zu einer neuen Ausstellung so wie ein Kabarettabend mit Olaf Bossi. Und es kann wieder getanzt werden in der LINSE! Am Walpurgisabend kommen Fx Farmer & Friends in das Foyer, im Juni werden Andreas und Oliver auflegen und im Juli DeeJay Caspa.
Ende April werden wir die Einladungen zur Jahreshauptversammlung, die für Ende Mai geplant ist, versenden. Schön, dass wir nach zwei Jahren die Versammlung wieder in den Räumlichkeiten der LINSE abhalten können. Mit den Einladungen werden auch die Freikarten für den Kinobesuch verschickt.
Wer sich eine Gesprächsrunde in der Streamerei anschauen möchte, in der Elina Bintz, Ursula BelliSchillinger und Hermine Städele im Gespräch mit Daniel Neumann Themen aus der LINSE bewegen, kann dies unter folgendem Link tun: https//diestreamerei.de/formate/basstalk/


Auf bald in der LINSE und herzliche Grüße
Euer Vorstandsteam
Ursula Belli-Schillinger
Thomas Volz
Ulrike Zähringer