Unsere neue Geschäftsleitung

Wir haben eine neue Geschäftsleitung und freuen uns riesig Marius Gutgsell bei uns an Bord  der Linse begrüßen zu dürfen.
Natürlich haben wir ihn gleich mit ein paar Fragen gelöchert, zum Beispiel:

Wie bist du zur Linse gekommen?
Marius: Mich hat es nach meinem Studium „Betriebswirtschaftslehre und Management“ an der RWU in Weingarten in die Schweiz gezogen. Da mir Weingarten jedoch sehr ans Herz gewachsen ist und sowohl meine Freundin, als auch gute Freunde hier wohnen, war für mich klar, dass ich eines Tages wieder zurückkommen möchte. Als dieser Entschluss gefasst wurde, musste ich mich auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber machen. Hier bin ich nicht konventionell vorgegangen, sondern habe mir in einer ruhigen Minute überlegt, was denn überhaupt zu mir passen würde und wo ich mich wohlfühlen würde. Die Linse kam mir gleich als einer der ersten Gedanken, daraufhin habe ich Kontakt mit dem Vorstand aufgenommen, danach ging alles ganz schnell.

Was ist dein Lieblingsfilm?
Marius: Den einen Lieblingsfilm gibt es für mich nicht. Als Kind habe ich mit meinem Opa immer „Bud Spencer Filme“, „Winnetou“ und „Herbie“ geschaut, was ich heute an „nostalgischen“ Tagen gerne wiederhole. Als Teenager war mein Lieblingsfilm „Into the wild“ von Sean Penn. Im Moment bin ich ein großer Fan von Musikfilmen wie „La La Land“, „Les Misérables“, „A Star Is Born“ oder „The Greatest Showman“, da ich selbst Musiker bin und mich damit sehr gut identifizieren kann.

Was zeichnet einen „perfekten Chef“ / eine „perfekte Führungskraft“ aus?
Marius: Auch wenn ich die Anspielung zum aktuellen Kinofilm der Linse „Der Perfekte Chef“ verstehe und auch sehr lustig finde, muss ich sagen: Einen „perfekten Chef“ gibt es nicht. Von Perfektionismus habe ich mich auch schon lange distanziert, da dies gerne mal im „Micromanagen“ endet und somit ein Hauptfaktor von ineffizientem Arbeiten darstellen kann. Meiner Meinung nach sollte eine gute Führungskraft „ja“ zu Verantwortung sagen und auch Entscheidungen mit allen eventuellen Konsequenzen treffen können. Ebenfalls ist es für mich äußerst wichtig, für jeden Mitarbeitenden da zu sein und ein offenes Ohr zu haben. Eine gute Kommunikation und einen gewissen Sinn für Humor sind hierbei unverzichtbar. Gute Ideen und gute Leistungen sollten stets gelobt werden, dass kein Leck an Wertschätzung und Anerkennung entsteht, was zu Frust bei allen Beteiligten führen kann. Ich bin auch der Auffassung, dass eine gute Führungskraft eine Vision und damit verbundene Ziele haben sollte, damit die Fahrtrichtung klar ist und somit ergebnisorientiert gehandelt werden kann. Zielerreichung und sonstige Erfolge sollten bestenfalls auch immer gefeiert werden. Zu guter Letzt darf bei einem soziokulturellen Zentrum wie der Linse natürlich die Kreativität nicht zu kurz kommen. Eine gute Mischung aus betriebswirtschaftlichem Denken und Handeln und kreativem Ideenreichtum ist für mich die optimale Balance.

Was ist die Linse für dich?
Marius: „d´Linse isch Kult“. Für mich ist es eine Ehre in einem so geschichtsträchtigen und weltoffenen Kulturzentrum arbeiten zu dürfen. Ein Kulturzentrum wie die Linse ist für alle ein Gewinn. Da ich mich selbst als alternativen Menschen, der nicht zu gerne dem Mainstream folgt, beschreiben würde, fühle ich mich hier sehr wohl. Die Linse ist ein Ort zum Entspannen, ein Ort, um sich mit seinen Liebsten zu treffen. Hier muss sich niemand verstellen.

Kunstausstellung: LIEBLINGSFARBE BUNT

Kira Klemenz, Thomas Zinke, Efklia Grigoriadou, Karl Gindele, Pascal Grenzer

Fünf Künstlerinnen und Künstler der Malwerkstatt der Zieglerschen in Wilhelmsdorf. Fünf zeitgenössische Positionen zwischen Kunst, Alltag und Sprache im Dialog mit der Linse. Die Malwerkstatt ist ein Kulturprojekt in Wilhelmsdorf und bietet seit 37 Jahren künstlerische Angebote für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung an. In mehr als 100 Ausstellungen wurden bereits die Bilder und Skulpturen der verschiedenen einzelnen Künstlerinnen und Künstler der Malwerkstatt gezeigt. Einige sind mehrfache Kunstpreisträger.

Kontaktadresse: Die Zieglerschen | GB Behindertenhilfe
Neuland-Werkstätten | Malwerkstatt
www.zieglersche.de

E-Mail Malwerkstatt-Behindertenhilfe@zieglersche.de
Tel 0049 7503 929 500

Konzert: Karolina Petrova singt Barbara

‘Ich bin keine schwarze Tulpe’ 

Erinnerung an die französische Sängerin Barbara in Texten und Chansons
Barbara: Eine Frau stakst auf die Bühne – ganz in Schwarz – groß, hager, Adlernase.
Sie setzt sich ans Klavier, den Blick nach innen gerichtet, als würde das Publikum nicht existieren. 
Dann ein Summen, das sich wie von selbst in eine Melodie verwandelt, einen Vers, ein Chanson. Sie singt Lieder aus der Tiefe des untrüglichen Erinnerns, Lieder über die Einsamkeit und die Sehnsucht, die sich immerfort um uns windet.
In Frankreich ist die gebürtige Pariserin aus der Reihe der Chanson-Interpreten nicht wegzudenken, 
doch in Deutschland kennt man fast nur das Chanson »Göttingen«, das sie bei einer Reise dorthin als Liebeserklärung 
an die Stadt schreibt und damit einen Beitrag für die Aussöhnung von Frankreich und Deutschland leistet.
»Ich singe mein Leben«, sagt Barbara. 1930 als Tochter jüdischer Emigranten in Paris geboren, ist ihre Kindheit geprägt 
von Verfolgung und Flucht. Früh verlässt sie ihr Elternhaus und begibt sich auf die Suche nach Liebe und Anerkennung. 
Diese Suche bringt sie nach einer kurzen Ehe zu dem, was sie wirklich liebt. Zu ihren Liedern.
Gemeinsam mit ihrem Pianisten Hans-Richard Ludewig ist es Karolina Petrova gelungen, ein einfühlsames Portrait über Barbara zu schaffen, in dem sie anhand von Texten und Chansons, gesungen in Französisch und Deutsch, die Facetten dieser Persönlichkeit aufzeigt.
Ein sinnlicher Abend der berührt, betört, bewegt und entführt in eine Welt voller Melancholie, Eigensinn und Schönheit. 
„Als ich Barbara zum ersten Mal hörte, haben mich ihre Stimme und die Musik so tief berührt, dass ich 
seitdem nicht mehr von ihr loskomme und immer mehr über sie erfahren will“,  sagt Karolina Petrova, Sängerin und Schauspielerin, die an der staatlichen Akademie für Theaterkunst in Sankt Petersburg/
Russland studiert hat.