MITGLIEDERBRIEF DEZEMBER 2020

 Liebe Mitglieder, 

ein Monat Schließung liegt hinter uns. Wie Ihr den Medien entnehmen konntet, werden Kultureinrichtungen auch im Dezember weiterhin geschlossen bleiben, nach aktuellem Stand bis zum 10. Januar 2021. Die ungewisse Dauer des Teil-Lockdowns und das damit verbundene „Auf-Sicht-Fahren“ verlangen uns allen viel ab. Die Programmplanungen für Kino und Live-Kultur gestalten sich schwierig. In diesem Jahr wird es in der Linse nicht den traditionellen Jahresabschluss mit Mike Jörg und keine anschließende Sylvesterparty geben. Angesichts der aktuellen Infektionszahlen rechnen wir damit, dass die Schließungen noch weiter in das neue Jahr hineinreichen werden. Aber wir hoffen sehr, dass die Linse im Frühjahr wieder mit ihrem Programm und der Gastro starten kann! 

Aufgrund der Coronaverordnungen werden wir in diesem Jahr keine Informationsveranstaltung mehr abhalten können. Da wir nicht wissen, wie sich die Situation im neuen Jahr entwickeln wird, tragen wir uns mit dem Gedanken, im Januar 2021 eine Veranstaltung in Form einer Zoom-Videokonferenz (bis 100 Personen) anzubieten. Uns ist es ein Anliegen, mit den Mitgliedern in der Kommunikation zu bleiben. Bis Präsenzversammlungen wieder möglich sein werden, werden wir uns auf diese Formate einstellen. Auch mit den Mitarbeitenden werden wir ab Dezember ein wöchentliches Meeting per Video durchführen, um in Kontakt zu bleiben und um Fragen und Problemstellungen zeitnah besprechen und lösen zu können. 

Die Informationen einer Veranstaltung in einen Newsletter packen zu wollen, würde den Rahmen dieses Schreibens sprengen. Deshalb bitten wir um Verständnis, dass wir Euch das Wichtigste in Kurzform zukommen lassen. Wie bereits im letzten Schreiben angekündigt ist die Ausschreibung der Geschäftsführungsstelle erfolgt und in den einschlägigen Portalen veröffentlicht. Wir sind sehr gespannt auf die Resonanz und hoffen auf eine gute Bewerber*innenlage. 

Nachdem die Umsätze im Oktober wieder deutlich besser waren, sind wir davon ausgegangen, dass wir einigermaßen gut durch den Herbst und Winter kommen werden. Die Mitarbeiter*innen-Struktur wurde angepasst und damit die Personalkosten erheblich gesenkt. Durch den erneuten Lockdown ist das alles Makulatur und wir müssen hoffen, dass wir mit Kurzarbeit und Förderungen die Zeit gut überstehen. Wir haben bereits alle möglichen Förderungen beantragt und gehen jetzt davon aus, dass die finanziellen Mittel ausreichen werden, bis wir wieder mit Gastro, Kino und Live-Programm starten dürfen. Um die notwendigen Mittel für den Beginn des neuen Jahres zu erhalten, werden wir im kommenden Jahr den Mitgliedsbeitrag des gesamten Jahres 2021 im Januar auf einmal einziehen. Wir hoffen auf das Verständnis und die Bereitschaft hierzu bei unseren Mitgliedern. 

Natürlich freuen wir uns auch weiterhin über Spenden, auch wenn wir diese nicht als feste Finanzierung unseres Budgets betrachten wollen, sondern ausschließlich als solidarische Unterstützung in diesen speziellen Zeiten. Allen Spender*innen, die die Linse so großzügig unterstützt haben, möchten wir an dieser Stelle ganz herzlich danken. Wir bitten diejenigen unter Euch, die noch keine Spendenquittung erhalten haben, sich per Mail (mit Angabe der Adresse und des Spendendatums) bei uns zu melden. Wir werden dann umgehend die Spendenbescheinigungen zusenden. 

Während der Schließung sind wir nicht untätig. Die Zeit wird genutzt, z.B. werden sich Oliver Mascha und Andreas Klöckner der Technikausstattung der Linse annehmen, betreut Bettina Buhl die sozialen Netzwerke, erledigt Heike Aurin die Aufgaben in der Buchhaltung, ist Karolina Jung in Kontakt mit den Künstler*innen, hält Barbara Brugger den Kontakt zu den Kolleg*innen des Cinema del Carbone in Mantua, nur um einige Aktivitäten zu nennen. 

Vor Weihnachten werden wir uns nochmals bei Euch mit aktuellen Infos melden, wie es im neuen Jahr weitergehen wird und in welcher Form wir den Austausch mit Euch durchführen wollen. 

Bis dahin wünschen wir Euch alles Gute und verbleiben mit herzlichen Adventsgrüßen 

Ursula Belli-Schillinger, Thomas Volz, Ulrike Zähringer