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Auszüge aus der Schaffenszeit von Alfred Scheuch

Familienmitglied – Plakatmaler – Kunstmaler und Schriftsteller

15. März bis 26. April 2020

Vernissage: 15. März ab 15 Uhr

Alfred Scheuch wurde 1925 in Göttingen geboren. Er wuchs im Haus der Großeltern Anna und Remigius Scheuch auf. Die beiden betrieben seit 1913 das „Drei Eulen Kino“ in Weingarten (später Welfentheater, heute Linse). Nach einer Lehre in der Maschinenfabrik Baer wurde Alfred Scheuch mit 18 Jahren zum Militär eingezogen und nach englischer Kriegsgefangenschaft wieder in seinem alten Betrieb eingestellt. Er wohnte im Lichtspielhaus, leitete eine Zeit lang das Kino und arbeitete danach als Technischer Zeichner und Konstrukteur.
Er malte die zwei auf drei Meter großen Filmplakate und übermannsgroßen Figuren, die über dem Eingang hingen und den aktuellen Film anzeigten. 1988 veröffentliche Alfred Scheuch unter dem Pseudonym „Grover Cleveland“ einen Roman über seinen Vater: „Die Freiheit des schwarzen Milan.“ Alfred Scheuch ist ein „Augenmensch“. Die tausend Filme, die er gesehen hatte, erleichterten ihm das bildhafte und szenische Schreiben. Später galt seine Leidenschaft der Landschaftsmalerei.

Die Ausstellung wirft einen historischen Blick auf eines der ältesten Kinos Baden-Württembergs, das Welfentheater, in dem Eugen Detzel unter dem Namen “d’Linse” ab 1979 die Filmreihe “Kino für unterlassene Filme” zeigte und das 1988 von der LINSE e.V. übernommen wurde.

Während der Vernissage wird ein Video-Kurzportrait des Künstlers Alfred Scheuch gezeigt. In Interviews erzählt Alfred Scheuch vor allem über seine jungen Jahre im Familienbetrieb Welfentheater, in dem er als Filmvorführer und Plakatmaler tätig war.

 

 

AUSSTELLUNG: Jazzbilder


Schwarz-Weiss-Fotografien von

HANS BÜRKLE

07. November 2019 bis 5. Januar 2020


Seit mittlerweile 25 Jahren organisiert der Verein Jazztime Ravensburg e.V. Jazz-Konzerte in Ravensburg und Weingarten. Viele herausragende Musiker, internationale Stars, aber auch weitgehend unbekannte Künstler traten im Laufe der Jahre im Konzerthaus Ravensburg, in der Zehntscheuer, in der Linse und an zahlreichen anderen Spielstätten auf. Ihre musikalische Qualität, ihre meisterhafte Improvisationskunst und ihre Hingabe an den Jazz sorgten für außergewöhnliche Konzerte mit bewegenden und intensiven Momenten.

Im Rahmen des Landesjazz-Festivals werden erstmals Fotografien ausgestellt, die diese Konzerte dokumentieren und versuchen solche intensiven Momente einzufangen.

„Jazzbilder“ sind eine Serie von Schwarz-Weiss-Fotografien, die bei Konzerten in Ravensburg und Weingarten aufgenommen wurden.

Das Fotografieren von Live-Konzerten stellt den Fotografen vor besondere Herausforderungen und Gegebenheiten, die er kaum beeinflussen kann. Er weiß nie im Voraus was ihn erwartet, wie die oft wechselnden Lichtverhältnisse während des Konzertes sein werden und wie die Musiker auf der Bühne agieren. Deshalb ist auch während des Fotografierens Erfahrung, Intuition und Improvisation gefragt.

 

Vernissage: 7. November ab 19.00 Uhr

Ausstelllung: Figur & Chaos

Selina Reichle

Peter Seimetz


12. September – 03. November 2019

Vernissage: Donnerstag, 12. September um 19 Uhr



Zeichnung trifft auf Malerei und Mixed Media, Gegenstand auf Abstraktion, monochromes, reduziertes auf Farbexplosion, feiner Strich auf ungestümen, expressiven Farbauftrag.

In der Ausstellung von Selina Reichle und Peter Seimetz treffen zwei Künstler, zwei Kunstwelten aufeinander, berühren sich, ergänzen sich oder trennen, ziehen an oder stoßen ab, polarisieren. Bei allem Gegensatz jedoch immer bestrebt, zur Mitte zu finden, jeder mit seiner persönlichen Form des Ausdrucks, bereit, Ordnung ins Chaos oder Chaos in die Ordnung zu bringen, Illusion zu schaffen, Freiraum für Interpretation zu sein.

Selina Reichle:

Meine Inspiration hole ich mir von Mensch und Tier, denen ich tagtäglich begegne, von Gesichtsausdrücken, Stimmungen, Fotos, Malereien und Bildern, die mein Interesse wecken.

Peter Seimetz:

Oft integriere ich unterschiedliche Materialien oder Gegenstände in meine Bidler, so entstehen zwischen klassischen, zweidimensionalen Tafelbildern auch in die dritte Dimension, den Raum, reichende Werke, angesiedelt zwischen Bild, Assemblage und Relief.